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Die BILD schürt Angst vor Terror

- Falscher Pocken-Alarm -

Die größte Biowaffenschmiede sind die USA

Die US-Regierung ist in Sachen Bio- und Chemiewaffen weltweit die größte Bedrohung. In den USA existieren die größten Lager mit Massenvernichtungswaffen und die US-Regierung will sie auch einsetzen. Verteidigungsminister Rumsfeld hat gedroht, den Irak mit Chemiewaffen anzugreifen. In Kolumbien will das Außenministerium das Gift Agent Green versprühen lassen, um die linken Guerillatruppen zu bekämpfen. Die Milzbranderreger, die per Brief verschickt worden sind, stammten höchstwahrscheinlich aus US-Militärlabors. Ende der 90er Jahre baute und testete das Militär sogar Milzbrandbomben. Noch immer existiert eine Biowaffenfabrik im US-Bundesstaat Nebraska obwohl Biowaffen weltweit verboten sind. Bestände von Pockenviren gibt es offiziell nur noch in Russland und den USA. Wenn sie endlich vernichtet würden, wären die Pocken ausgerottet.
Herr van Aken, FDP und Union unterstellen der Bundesregierung, dass diese das Ausmaß der Terror-Bedrohung in Deutschland herunterspiele. Angeblich hat der Auslandsgeheimdienst BND Erkenntnisse, dass in Deutschland Anschläge drohen.

"Ich bin mir sicher, dass der BND keine Informationen darüber hat, dass Saddam Hussein Pockenviren oder ähnliches hat. Wenn es solche Informationen gäbe, dann hätte sie der amerikanische Außenminister Powell in seinem Bericht vor der UNO genannt. Das hat er aber nicht.
Biologische und chemische Waffen können in den Händen von Terroristen nicht zu Massenvernichtungswaffen werden. Dazu fehlen ihnen die Mittel."

Welche Mittel werden dazu benötigt?

"Wer biologische Waffen großflächig einsetzen will, braucht dafür geeignete Ausbringungsmethoden und die lassen sich nur in langjährigen, staatlichen Programmen mit großem Aufwand entwickeln. Selbst der Irak war nach vielen Jahren Arbeit an einem offensiven Biowaffenprogramm dazu nicht in der Lage."

Mitarbeiter des Bundesgesundheitsministeriums haben von 25 Millionen Toten gesprochen, die ein Anschlag mit Pockenviren in Deutschland zur Folge haben könnte. Die Bild-Zeitung hat das aufgegriffen und schlägt Pocken-Alarm.

"Das ist Unsinn. Wer diese Zahl veröffentlicht hat, hat unverantwortlich gehandelt. Die Panik vor biologischen oder chemischen Terror hat bisher wahrscheinlich mehr Tote gefordert als der Chemie- und Bio-Terrorismus in den letzten Jahren. In einer Diskothek in Chikago zum Beispiel brach vor kurzem Panik aus, weil die Leute nach einem Einsatz von Pfefferspray irrtümlich dachten, es hätte dort einen Anschlag mit Giftgas gegeben. 21 Leute sind zu Tode getrampelt worden. Durch die Milzbrandbriefe, die in den USA verschickt worden sind, starben fünf Menschen.
Als die Aum-Sekte 1995 einen Giftgasanschlag auf die U-Bahn in Tokio verübte, starben 12 Menschen. Bei dem Brandanschlag auf einen südkoreanischen U-Bahn-Zug sind hingegen über 130 Menschen ums Leben gekommen. Ein Liter Benzin kann also tödlicher sein als ein Liter Giftgas."

Wenn diese Bedrohung nicht existiert, warum liest man überall darüber?

"Das ist eine von den Medien geführte Kampagne. Irgendein Ignorant im Gesundheitsministerium hat Zahlen herausgegeben und die Medien schüren Panik, um ihre Auflage zu steigern. In den USA wird die Panik von der Regierung geschürt. Das hat sicherlich damit zu tun, dass durch die ständige Inszenierung einer Bedrohung die Zustimmung der Bevölkerung zum Krieg erhöht werden soll. "

Was wäre notwendig, um die Verbreitung bzw. Produktion von Biowaffen zu beenden? Und welche Länder stellen in puncto Biowaffen die größte Gefahr dar?

"Es wird Zeit, dass weniger über technische Maßnahmen wie Impfstoffe geredet wird und mehr über eine politische Prävention. Wir brauchen weltweite Offenlegungspflichten für biologische Arbeiten, Kontrollen vor Ort durch UN-Inspekteure und ein Exportmonitoring. Das wird bis heute aber von den USA blockiert, die damit einem neuen biologischen Wettrüsten Tür und Tor öffnen."

Linksruck Nr. 148, 25. Februar 2003

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