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Film: Robots:

Kein Altmetall

Um ihren Sohn auf die Welt zu bringen brauchen Frau und Herr Copperbottom weder Storch noch Krankenhaus, sondern lediglich Werkzeug und ein bisschen Geschick – wie bei Möbeln von Ikea. In „Robots“ kommt der Nachwuchs als Bausatz per Post.

Doch leider verdient der Vater des jungen Rodney nicht genug, um ihm fürs „Aufwachsen“ neue Teile zu kaufen. So muss sich die Familie mit abgelegtem Schrott älterer Roboter behelfen.

Das Abenteuer von Chris Wedge („Ice Age“) beeindruckt mit großer Fantasie und atemberaubenden Animationen. Gleichzeitig ist es die Geschichte von Millionen, die in Armut leben müssen, während ein Konzern mit überlebenswichtigen Roboter-Ersatzteilen riesige Profite macht.

Rodney arbeitet in einem Restaurant mit seinem Vater, der buchstäblich ein Geschirrspüler ist: Er öffnet seine Brust und stellt die Teller rein.

Rodneys großer Traum ist, einmal seinem Vorbild, dem genialen Erfinder Bigweld, die Blechpranke zu schütteln und in der Großstadt Robot City für ihn zu arbeiten. Doch als sich Rodney auf den Weg macht, stellt er entsetzt fest, dass Bigweld verschwunden ist. An seiner Stelle hat der Tyrann Ratchet die Firma an sich gerissen.

Nach seinen roboterverachtenden Plänen werden keine Ersatzteile mehr hergestellt. Stattdessen soll den „Leuten“ mit teuren „Upgrades“ (kompletten „Körperteilen“ der Roboter) noch mehr Geld aus der Tasche gezogen werden. Wer sich die nicht leisten kann, ist für Ratchet „Altmetall“ und wird in einer geheimen Fabrik von hirnlosen Sklaven-Robotern in einen riesigen Hochofen geworfen.

Doch unser Held Rodney hat den Schaltkreis am richtigen Fleck und versucht Bigweld zu überzeugen, wieder alles in Ordnung zu bringen. Allein hat er aber keine Chance.

Zum Glück findet Rodney bald einige obdachlose Freunde, die sich ihre Ersatzteile auf Müllkippen suchen müssen. „Es war ein Fehler zu glauben, dass Bigweld für uns kämpfen wird. Wir müssen uns selber helfen“, ruft Rodney seinen rostigen Gefährten zu.

Gemeinsam sammeln sie all die Roboter um sich, die kurz davor sind, auseinander zu fallen. Rodney führt sie zur Revolution gegen Ratchet und seine Armee. Denn nur, wenn sie ihm die Kontrolle über den Ersatzteil-Konzern entreißen, können alle Roboter in Freiheit leben …

„Robots“ ist ein unglaublich komisches Märchen, dass mit seinen rasanten Verfolgungsjagden durch das futuristische Robot City für Animationsfilme neue Maßstäbe setzt. Die Hauptfiguren gehen ans Herz, weshalb sich auch sehr junge Zuschauer gut unterhalten fühlen. Für Ältere ist es zudem eine Geschichte, die zeigt, dass alle Roboter gemeinsam glänzen können, egal aus welchem Metall sie gemacht sind.

von Hans Krause

Linksruck Nr. 196, 30. März 2005

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