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Nazis brachten ihn um

Mit drei Messerstichen ins Herz hat ein Nazi-Skinhead Thomas ermordet. Das war am 28. März in der Dortmunder U-Bahn-Station Kampstraße.

Thomas war Punk und damit für Nazis ein Feind. Nach dem Mord ist der Täter geflohen, konnte von der Polizei aber gefasst werden. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft und schweigt. Die Nazi-Gruppe „Kameradschaft Dortmund“ hat ihm nach eigenen Angaben einen Anwalt besorgt.

Punkerfreunde von Thomas haben mit Blumen und Kerzen in der U-Bahnstation eine kleine Mahnwache errichtet (Foto oben). In den folgenden Tagen versuchten Nazis, die Gedenkstätte zu verwüsten. Einer von ihnen bedrohte eine trauernde Frau mit einem Messer und den Worten: „Ich stech’ dich auch ab.“

Kurz nach dem Mord hatten Nazis Plakate gegen Antifa-Gruppen und alle anderen, die gegen Rechtsextremisten aktiv sind, aufgehängt: „Wer der Bewegung im Weg steht, muss mit den Konsequenzen leben.“

Der Mord an Thomas zeigt, dass es notwendig ist, die Nazis zu stoppen. Denn wo Rechtsextremisten zusammenkommen, droht Gefahr. Im thüringischen Arnstadt haben 35 bewaffnete Neonazis einen Treffpunkt von Antifaschisten und Punks überfallen und einen von ihnen bewusstlos geprügelt. Die Polizei hat nichts dagegen getan.

Man kann sich nicht darauf verlassen, dass der Staat die Nazis stoppt. Am 4. April hat das Landgericht Halle einen Nazi freigesprochen, der einen Rentner erstochen hat. Der hatte sich darüber beschwert, dass der Täter laut das „Horst-Wessel-Lied“, die Hymne der NSDAP-Terror-Organisation SA, gespielt hat.

In München hat ein Gericht am 5. April vier Rechtsextremisten nur zu Bewährungsstrafen verurteilt, obwohl ihnen die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung nachgewiesen wurde. Die Angeklagten wussten, dass ihre Nazi-Gruppe einen Sprengstoffanschlag auf das neue jüdische Gemeindezentrum in München vorbereitete. Solche Urteile und das häufige Genehmigen von Aufmärschen der NPD und der „Kameradschaften“, machen Nazis Mut.

Am 8. Mai, dem 60. Jahrestag der Befreiung vom Hitler-Faschismus, will die NPD in Berlin marschieren. Sie steht in der Tradition der NSDAP. Ein breites Bündnis hat zu Gegendemonstrationen aufgerufen. Jeder kann helfen, die Nazis in Berlin zu stoppen.

Linksruck Nr. 197, 13. April 2005

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