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Karl Marx - Das Gesicht der Zukunft:

Hoch die internationale Solidarität

Marx Kritik am Kapitalismus ist aktuell - sagt selbst der Spiegel. Marx Theorie der Revolution auch.

Seit Karl Marx 1883 gestorben ist, hat die Welt sich verändert. Dennoch erklärt Marx’ „Kommunistisches Manifest“ den Kapitalismus besser denn je.

Der „Totengräber des Kapitalismus“, wie Marx die Arbeiterklasse nannte, wird immer größer. Mit dem Kapitalismus hat sich auch die Arbeiterklasse verändert. Sie steht nicht nur am Fließband, sondern sitzt auch in Büros und Callcentern in Europa, Amerika, Asien und Afrika.

Im 19. Jahrhundert waren die meisten Arbeiterinnen Frauen, die in Textilfabriken oder als Hausmädchen schufteten. Zur Arbeiterklasse gehörten für Marx alle, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen, um zu überleben.

Damals wie heute erschaffen Arbeiter allen Reichtum der Gesellschaft. Doch sie dürfen nicht entscheiden, was mit diesem Reichtum geschieht und erhalten nur einen Bruchteil als Lohn.

Ohne die Programmierer von Microsoft wäre Bill Gates nicht der reichste Mann der Welt. Mit seinem Vermögen von 38 Milliarden Euro könnte man allen hungernden Menschen genug zu Essen geben. Würden die chinesischen Arbeiter nicht gezwungen, für einige Cent pro Woche zu arbeiteten, würde die chinesischeWirtschaft dieses Jahr nicht um 8,5 Prozent wachsen.

Marx glaubte, dass die Arbeiterklasse den Kapitalismus abschaffen kann. Jedoch nicht, weil sie am meisten unter ihm leidet. Arbeits- oder Obdachlose sind wesentlich ärmer als Menschen mit einem Vollzeitarbeitsplatz.

Marx hielt die Arbeiterklasse für den „Totengräber des Kapitalismus“ weil die zentrale Stellung der Arbeiter in jeder Wirtschaft ihnen die Macht gibt, das System weltweit zu stürzen. Die Voraussetzung ist, dass die Menschen solidarisch miteinander über Betriebs- und Ländergrenzen hinweg für ihre Ziele kämpfen. Dies können die Arbeiter nicht erst während einer Revolution erfahren, sondern heute in jedem Streik und jeder Demonstration.

Das ist möglich, weil deutsche Arbeiter gemeinsame Interessen mit chinesischen Arbeitern haben, nicht jedoch mit deutschen Unternehmern und Managern. Weil Konzerne in China Hungerlöhne erzwingen, wollen Konzerne in Deutschland Löhne ebenfalls Löhne senken, um in der weltweiten Konkurrenz zu bestehen. Wenn chinesische Arbeiter höhere Löhne erkämpfen, können Deutsche einfacher Kürzungen abwehren, ohne dass ihre Arbeitsplätze nach China verlagert werden.

Die internationale Solidarität der Arbeiter ist entscheidend, um die Herrschaft des Kapitals zu bekämpfen. Oder wie Marx es ausdrückte: „Arbeiter aller Länder, vereinigt euch!“

Linksruck Nr. 206, 31. August 2005

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