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Neue Linke - auch in Ägypten

Wir werden Artikel und Interviews veröffentlichen und stehen gern für weitere Berichtsveranstaltungen zur Verfügung. Infos bei mir unter r.sternal@gmx.de oder Phil Butland unter philbutland@yahoo.com. Außerdem auf www.attac.de/globkrieg und www.linksruck.de

1500 Aktivisten aus über 20 Ländern waren Ende März zur vierten Kairo-Konferenz gekommen. Aus Deutschland waren wir 5 Delegierte. Die meisten waren natürlich aus Ägypten selbst, viele Teil der wachsenden Widerstandsbewegung in dem Land.

Bei den Wahlen 2005 hat die Opposition 20 Prozent der Stimmen gewonnen. Immer mehr Menschen gehen für ihre Forderungen auf die Straße. In der Woche vor der Konferenz haben Richter für ihre Unabhängigkeit demonstriert und 2000 Kriegsgegner haben am 3. Jahrestag des Irakkriegs gegen die Besatzung protestiert. Auch in den Betrieben finden immer mehr Streiks statt.

„Unser Selbstbewusstsein wächst langsam. Wir haben erfahren, dass es möglich ist, Erfolge gegen dieses Regime zu erfahren“, erklärt Sameh Naguib vom Zentrum für sozialistische Studien.

So breit wie die ägyptische Bewegung – von Sozialisten bis hin zur Muslimischen Bruderschaft – war auch die Konferenz. Außerdem brachte die Konferenz Antiimperialisten aus Nahost, Europa, Amerika und Asien zusammen.

Innerhalb dieser Vielfalt wurde die Einheit gegen George W. Bush und gegen seine Verbündeten in Bagdad, Kairo und Berlin betont. Suzane Esmat, die sich in der Bewegung „Kefaja: Es reicht!“ für freie und demokratische Wahlen in Ägypten einsetzt, erklärte: „Die Herrschenden sind alle gleich.
Ich war geschockt und frustriert, als ich hörte, dass deutsche Geheimdienstagenten im Irak für die US-Regierung militärische Angriffsziele auspioniert haben. Dass Bush ein Heuchler ist, wussten wir. Es ist eine Schande: Auch Schröder lügt! Der einzige, der den irakischen Widerstand gegen die Besatzung unterstützt, ist Chavez in Venezuela. Keine arabische Regierung hat das bisher öffentlich gesagt.“

George Galloway, Abgeordneter der neuen britischen Linken „Respect“ machte Mut: „Die ganze Welt weiß, dass die USA im Irak besiegt worden sind!“ Gemeinsam müssten wir weiter mobilisieren, damit die Truppen abziehen und keinen weiteren Krieg gegen Iran beginnen.

Petros Constantinou aus Griechenland lud alle Kriegsgegner zum nächsten Europäischen Sozialforum nach Athen ein. Dort wird am 6. Mai ein Aktionstag gegen einen Angriff auf Iran stattfinden.

Linksruck Nr. 217, 29. März 2006

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