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Schluss mit Hungerlöhnen

Weitere Infos: www.8euro.de

Für Armutslöhne arbeiten – das darf es nach Auffassung von WASG, Linkspartei sowie den Gewerkschaften ver.di und NGG nicht geben. Deshalb haben sie Kampagnen für einen gesetzlichen Mindestlohn gestartet. In ganz Nordrhein-Westfalen waren Anfang Juni Aktivisten der beiden linken Parteien unter dem Motto „Nicht für’n Appel und ein Ei“ gemeinsam auf der Straße, um über die Zustände bei den schlimmsten Ausbeuterkonzernen aufzuklären und zu protestieren.

Mit einer riesengroßen „Mauer gegen Armutslöhne“ protestierten sie am Wochenende vor Mac Donalds in Bocholt – und setzten sich dafür ein, dass zukünftig deutschlandweit ein Mindestlohn von 8 Euro gezahlt wird, der schrittweise auf 9 Euro angehoben werden soll. Mac Donalds sei ein klassisches Beispiel dafür, dass viele Menschen für einen viel zu geringen Lohn arbeiten müssten, so WASG-Kreisvorsitzender Rainer Sauer. Die Niederlande und Großbritannien zeigten, dass die Wirtschaft auch mit Mindestlöhnen funktioniere.

Mit dieser Aktion wolle man vor allem die Gewerkschaften in ihren Forderungen unterstützen. Ebenso wie die Linksfraktion im Bundestag, die bereits einen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht hat. Von einem Kombilohn, der Einkommen mit staatlicher Unterstützung erhöht, hält Sauer nichts. Das sei nur ein weiterer Anreiz für Firmen, die Löhne weiter zu senken.

Zeitgleich führten WASG und Linkspartei vor vierzig weiteren Filialen der Kette ähnliche Aktionen durch. So verteilten Mitglieder der Mönchengladbacher WASG vor der Filiale in der Fußgängerzone Infomaterial und sammelten Unterschriften. Viele Mönchengladbacherinnen und Mönchengladbacher wurden neugierig, als sie die Mindestlohnmauer sahen, welche die Aktivisten aufgebaut hatten, und angeregte Diskussionen entfalteten sich. „Eine gelungene Aktion“, darüber waren sich alle einig.

In Dortmund protestierten Mitglieder von NGG, ver.di, WASG und Linkspartei gegen Entlassungen bei Burger King. Mit einem spontanen Protest haben Gewerkschaften und die Dortmunder linken Parteien auf Betriebsratskämpfe bei Burger King aufmerksam gemacht. Die Fast-Food-Kette hatte versucht, eine ordentliche Betriebsratswahl zu verhindern – zuletzt mit Entlassungen der eigentlich bereits gewählten Betriebsräte.

„Zustände wie vor 200 Jahren“ kann Kreissprecher Utz Kowalewski von der WASG nur den Kopf schütteln über das Gebaren des Unternehmers gegenüber seinen Angestellten.

Linksruck Nr. 220, 21. Juni 2006

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