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Fernsehtipps von 23. April bis 2. Mai

Der große Macher
Doku, USA/ Großbritannien 1997
Der größte Sportartikelhersteller der Welt Nike macht Millionengewinne, entlässt aber Arbeiter in den USA, um in Asien Kinder für einige Cent am Tag einzustellen. Genauso scharfzüngig wie in "Bowling for Columbine" zwingt Regisseur Michael Moore den Nike-Boss, seine Verbrechen zuzugeben.
Mi., 23. April, 23.15 Uhr, WDR

Boyz N the Hood
Ghettodrama, USA 1991
Der junge Tre versucht im Schwarzen-Viertel von Los Angeles "normal" zu leben und sich nicht in den Bandenkrieg reinziehen zu lassen. Regiedebütant John Singleton stellt die sozialen Hintergründe der Jugendlichen dar, und schuf damit den besten Film über Schwarzen-Ghettos in den USA.
Sa., 26. April, 1.15 Uhr, SAT.1

Engel der Tiere
Tierschutzreportage
Iris Baumgärtner und ihre Kollegen der Tierschutzorganisation Animal Angels versuchen zu verhindern, dass Tiere bei Transporten verdursten oder zerquetscht werden. Eine gefährliche Aufgabe, denn skrupellose Firmen wollen teilweise mit Gewalt verbergen, dass sie den qualvollen Tod vieler Tiere einkalkulieren.
So., 27. April, 17.30 Uhr, ARD

Einer von uns
Attentatsreportage
1995 sprengten zwei Nazis ein Gebäude der US-Regierung in Oklahoma und ermordeten 168 Menschen. Während die Rechtsradikalen im Prozess als "verblendete" Einzeltäter dargestellt werden, zeigt der Film, dass der Hauptattentäter Mitglied einer bewaffneten Nazi-Gruppe war, die weiterhin perspektivlose Jugendliche rekrutiert.
Mo., 28. April, 22.30 Uhr, WDR

Der brave Soldat Schwejk
Kriegssatire, CSSR 1957
Mit Naivität und Bauernschläue mogelt sich Schweijk (Rudolf Hrusinsky) durch den Ersten Weltkrieg und rüttelt dabei an den Mauern des zerfallenden Monarchie Österreich-Ungarn. Glänzende Satire auf Bürokratie, staatliche Willkür und Militarismus, die zeigt, wie der Einzelne zum Opfer des Staates werden kann.
Mo., 28. April, 22.50 Uhr, MDR

20 Jahre lebenslänglich
Dokumentarfilm, USA 1999
Vincent Simmons ist 1977 in Louisiana zu 100 Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er zwei Mädchen vergewaltigt haben soll, doch Simmons beteuert bis heute seine Unschuld. Möglicherweise wurde er verurteilt, weil er schwarz ist und die Opfer weiß sind, denn die Akten sind voller Widersprüche und sein Verteidiger tat so wenig wie möglich für ihn.
Mi., 30. April, 23.15 Uhr, WDR

Linksruck Nr. 152, 22. April 2003

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