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Das marxistische Magazin für die Linke kommt

Liebe Leser,

ihr haltet die letzte Ausgabe des Linksruck in den Händen. Ab nächsten Monat tritt an die Stelle von Linksruck ein neues Magazin für die entstehende Linke. Wir wollen künftig alle zwei Monate auf mehr Seiten und im handlicheren Format mehr Analyse, mehr Hintergrund und mehr Theorie bieten. Selbstverständlich bekommt jeder bisherige Linksruck-Abonnent das neue Magazin zum gleichen Preis und ohne bürokratischen Aufwand. Ihr könnt das bestehende Abo einfach weiterlaufen lassen.

Mit der Entscheidung, anstelle des Linksruck ein ganz neues Format zu machen, reagieren wir auf die Gründung der neuen Linken. Denn am 16. Juni ist es soweit: Aus der Linkspartei.PDS und der WASG entsteht DIE.LINKE. Diese Parteineugründung ist ein historisches Ereignis:
Erstmalig seit der Weimarer Republik entsteht links von der SPD eine gesamtdeutsche Partei mit zehntausenden von Mitgliedern.

Die Zeiten fordern eine neue Linke: Die Kluft zwischen Arm und Reich nimmt global zu. Hunderttausende haben durch Bushs Kriegs ihr Leben verloren. Die weltweite Aufrüstungsspirale dreht sich immer schneller. Die Erdwärmung gefährdet unsere Zukunft.

In Deutschland haben Rot-Grün und jetzt die Große Koalition einen Großangriff auf den Sozialstaat gestartet, der Deutschland innerhalb weniger Jahre zum Vorreiter und Taktgeber des Sozialabbaus in Europa gemacht hat. Die Sozialdemokratie, einst als "Schutzmacht der kleinen Leute" angetreten, hat bei diesen Angriffen eine führende Rolle gespielt und Millionen ihrer Anhänger, gerade in den Gewerkschaften, enttäuscht. Die großen Demonstrationen gegen Schröders Agenda 2010 und Hartz IV haben den Raum für eine neue Linke geschaffen.

Diese neue Situation ist grundlegend anders als 1993, als die erste Ausgabe des Linksruck erschien. Linksruck wurde damals gestartet, um dem drohenden Rechtsruck etwas entgegenzusetzen: Der Rechtsruck, das waren die Brandanschläge von Mölln und Solingen, der Aufstieg der Nazis von DVU und den Republikanern, die Abschaffung des Asylrechts durch die CDU-Regierung mit Zustimmung der SPD-Spitze. Wir wollten Menschen motivieren, selber aktiv zu werden, Nazis und Sozialabbau entgegenzutreten.

Über die letzten 229 Ausgaben haben wir versucht unseren Beitrag zu leisten, Sozialabbau, Krieg und globaler Ungerechtigkeit entgegenzutreten – unter welcher Regierung auch immer. Bei den Protesten von Studenten und Arbeitern zum Ende von Helmut Kohls schier endloser Regentschaft waren wir mit dabei. Als bei den Proteste gegen die Welthandelsorganisation WTO in Seattle 1999 und den G8-Protesten in Genua 2001 die globalisierungskritische Bewegung auf die politische Bühne stürmte, haben wir uns eingebracht.

Wir haben die Bewegung gegen Bushs Krieg mit aufgebaut. Wir haben die Proteste gegen Schröders Agenda 2010 nach Kräften unterstützt. Als aus dieser Bewegung die WASG entstand haben wir sie unterstützt und uns für eine gemeinsame gesamtdeutsche Linke eingesetzt. Diese Linke kommt jetzt. Millionen Menschen hoffen, das die Linke eine wirkliche politische Alternative wird, und nicht den Weg der Anpassung geht, den die Grünen hinter sich haben. Wir teilen diese Hoffnung und sehen eine wirkliche Chance, das DIE.LINKE ihr Potential realisiert. Dafür wollen wir mit unserem neuen Magazin einen Beitrag leisten. Die Zeitung Linksruck hatte es sich zur Aufgabe gemacht zur Aktivität aufzurufen und konkrete Argumente gegen den neoliberalen Mainstream zu bringen. Dieser Aufgabe stellt sich auch nun die neue Linke mit ihren Publikationen und sonstigen Material. Deshalb wollen wir mit dem neuen Magazin einen Schritt weiter gehen und auf die Debatten hinter den Forderungen und der Politik der Linken eingegen.

Doch die Veränderung betreffen nicht nur das Magazin. Linksruck war immer mehr als eine Zeitung – hinter der Zeitung steht eine linke Organisation. Die Grundlage dieser Organisation sind die Ideen des Sozialismus von unten - die Überzeugung, das Menschen kollektiv ins Rad der Geschichte eingreifen können, wenn sie selbst aktiv werden. Die Überzeugung, das Krieg, Sozialabbau und Umweltzerstörung nicht einfach falscher Politik, sondern eines falschen Systems sind: Kapitalismus, in dem Profite mehr zählen als Menschen.

Über Ostern sind Aktive der Organisation Linksruck in Frankfurt zu einem Organisationsrat zusammengekommen um über die Zukunft des Linksruck-Netzwerk zu beraten. Das Ergebnis: Der Organisationrat schlägt vor, Linksruck nach der Parteigründung als eigenständige Organisation aufzulösen und ein politisches Netzwerk innerhalb der neuen Linken neu zu konstituieren. Linksruck fordert seine Unterstützer auf, sich mit ihren politischen Traditionen aktiv in den Aufbau der Partei „DIE LINKE“ einzubringen und diese im Sinne seiner politischen Ideen mit aufzubauen und zu prägen. Um die klassenkämpferischen Positionen innerhalb der Linken zu stärken, empfiehlt Linksruck seinen Unterstützern innerhalb der neuen Partei die Strömung „Sozialistische Linke“ mit aufzubauen.

Das neue Magazin, dessen erste Ausgabe nach vor dem G8-Gipfel Anfang Juni erscheint wird im Dienste dieses Projektes stehen. Wir hoffen das es euch gefällt.

Bei Fragen bezüglich eures Abos schreibt bitte an loewie1@gmx.de.

Eure Redaktion

Linksruck Nr. 229, Mai 2007

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