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Sozialabbau bringt keine Jobs

Kanzler Schröder behauptet, Sozialabbau würde Arbeitsplätze schaffen. Deshalb bräuchten wir die "Agenda 2010".
Sein Rezept ist, bei Arbeitern, Arbeitslosen, Kranken und Rentnern zu kürzen, um der Wirtschaft höhere Profite zu verschaffen. Doch durch Sozialabbau entsteht kein einziger neuer Arbeitsplatz. Schon der ehemalige CDU-Kanzler Kohl hat 1996 Arbeitslosen Geld gekürzt und sie gezwungen, Billigjobs anzunehmen. Die Arbeitslosigkeit stieg in den nächsten zwei Jahren trotzdem von 3,6 auf fast 4,2 Millionen.
Auch wenn die Bosse höhere Gewinne erzielen, schaffen sie keine Arbeitsplätze. Letztes Jahr hat DaimlerChrysler seinen Gewinn auf fast 6 Milliarden Euro vervierfacht. Trotzdem hat der Vorstand 7.000 Arbeitsplätze vernichtet.
Gleichzeitig wurden die Vorstandsgehälter verdoppelt. Jeder Vorstand verdient jetzt durchschnittlich 325.000 Euro im Monat.
Die "Agenda 2010" wird die Armut vieler Menschen verschärfen, nicht beenden. Deshalb müssen wir gegen Schröders Kürzungen aufstehen. Die nächste Gelegenheit ist die ver.di-Großdemonstration gegen Sozialabbau am 17. Mai in Berlin.

Linksruck Nr. 153, 6. Mai 2003

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