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Fernsehtipps vom 16. bis 25. Juli

Grüße aus Dachau
Gesellschaftsdoku, Deutschland 2003
Vor 70 Jahren bauten die Nazis in Dachau bei München ein Konzentrationslager, in dem sie 200.000 Menschen ermordeten. Filmemacher Bernd Fischer erzählt aus seiner Heimatstadt, in der Polizisten in alten SS-Gebäuden trainieren und Einheimische die hervorragende Geburtsklinik meiden, um ihrem Kind einen anderen Geburtsort zu verschaffen.
Mi., 16. Juli, 23 Uhr, ARD

Sugarland Express
Roadmovie-Drama, USA 1974
Als der verzweifelte Clovis (William Atherton) aus dem Gefängnis flieht, um mit seiner Frau (Goldie Hawn) ihr Kind von den Pflegeeltern zu holen, machen Scharen von Reportern die beiden zu Volkshelden. In seinem Kinodebüt zeigt Regisseur Steven Spielberg ("Schindlers Liste") sarkastische Kritik an der Sensationsgier der Medien.
Sa., 19. Juli, 20.15 Uhr, VOX

Familientragödien (2)
Gesellschaftsdoku
Vor zwei Jahren tötete Maria M. (Name geändert) ihren Mann mit 51 Messerstichen, weil er sie Dutzende Male blutig geprügelt, und ihre Tochter vergewaltigt hatte. Aus den Aussagen von Freunden und Sozialarbeiterinnen setzt sich ein beklemmendes Puzzle alltäglicher Gewalt in Beziehungen zusammen, unter der in Deutschland jedes Jahr 1,5 Millionen Frauen leiden.
Mo., 21. Juli, 21.45 Uhr, ARD

Schtonk!
Satire, Deutschland 1992
Der schmierige Reporter Hermann Williť (Götz George) wittert die Weltsensation, als ihm der Fälscher Fritz Knobel (Uwe Ochsenknecht) die angeblichen Hitler-Tagebücher verkauft. Helmut Dietl verfilmte die wahre Geschichte des Stern von 1983 als Parabel über Gier und Leichtgläubigkeit der Medien und den widerlichen Hitler-Kult.
Mi., 23. Juli, 22.45 Uhr, WDR

Feuersturm über Hamburg
Ab 25. Juli 1943 warfen die US-amerikanische und die britische Armee 9.000 Tonnen Bomben auf Hamburg ab und ermordeten 35.000 Menschen. Überlebende Menschen aus den zerstörten Stadtteilen, Flakhelfer und KZ-Häftlinge erinnern sich an die Angriffe auf Zivilisten.
Fr., 25. Juli, 20.15 Uhr, NDR

Komm und sieh das Paradies
Melodram, USA 1990
Die Ehe zwischen Jack (Dennis Quaid) und der Tochter eines Japaners droht 1941 an der rassistischen Politik in den USA zu scheitern, wo Japaner in Lager gepfercht werden, seit die USA Krieg gegen Japan führen. Fesselnde Geschichtsstunde über den Zweiten Weltkrieg in den USA.
Fr., 25. Juli, 22.30 Uhr, 3SAT

Linksruck Nr. 158, 15. Juli 2003

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