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Bushs Irak - Napalm, Folter, Armut

"Als ich die ersten Schläge auf meinem Körper spürte, konnte ich mich nicht zurückhalten und musste weinen. Nicht so sehr vor Schmerz. Viel mehr, weil diese unglaubliche Ungerechtigkeit von denen kam, die von sich behaupten, sie wären gekommen, um uns von der Unterdrückung Saddams zu befreien."
Al-Mountadhar Fadhel war in Bagdad auf dem Markt, um einen Kassettenrekorder zu kaufen. Dort verschleppten ihn US-Soldaten, berichtet er auf der Internetseite Occupationwatch.org: "Ich verhandelte gerade über den Preis, als ein amerikanischer Soldat brutal gegen den Pappkarton trat und ihn mit allen Sachen, die drauf lagen, umkippte. Er schubste mich weg und als ich instinktiv meine Arme hob um mich zu schützen, stürzte sich der Soldat auf mich und seine Kameraden folgten ihm."
Die Soldaten fesselten ihn und schoben ihn in ein Fahrzeug. Bis jetzt weiß der Student nicht, wohin sie ihn brachten. Sie warfen ihn in einem Keller zu Boden und rasierten ihm seine langen Haare ab.
Dann schlugen ihn die Soldaten: "Es war wie eine Ewigkeit. Mit jedem Schlag, es fühlte sich an wie mit einem dicken Kabel, spürte ich mein Fleisch aufreißen. Ich konnte meinen Folterer kaum hören: ‚Um dich zu lehren, Amerikaner nicht zu schubsen! Warum hast du einen Amerikaner geschubst?’"
Mitten in der Nacht warfen die Soldaten Al-Mountadhar auf einer unbelebten Straße aus dem Auto und fuhren weg. Die Ausgangssperre herrschte. Andere Soldaten hätten ihn erschießen können.
"Ich fühlte mich sehr schwach und hatte Schwierigkeiten überhaupt auf den Bürgersteig zu kommen. Die ganze Zeit habe ich nach Hilfe gerufen. Schließlich kamen aus den Gebäuden ein paar Leute raus, die mich dann in die nächste Moschee getragen haben."
Al-Mountadhar ist eines der wenigen Folteropfer, die offen reden. Aber die Besatzer foltern viel mehr Menschen, berichtete die Menschenrechtsorganisation Amnesty International.
Wie im Fall des 39-jährigen Khreisan Khalis Aballey und seines 80 Jahre alten Vaters. US-Soldaten verhafteten sie Ende April.
Der Sohn musste gefesselt und mit einer Kapuze über dem Kopf fast acht Tage lang während seines Verhörs vor einer Mauer stehen oder knien, bis die Knie bluteten. Mit einer grellen Lampe und lauter Musik wurde ihm außerdem der Schlaf verwehrt. Sein Vater saß in einer Nachbarzelle, wo er die Schreie seines Sohnes mit anhören musste.
Inzwischen ist auch klar, dass die US-Armee im Frühjahr Napalm gegen die Iraker eingesetzt hat.

Linksruck Nr. 160, 12. August 2003

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