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Gegen Krieg? Gegen Sozialabbau? Willkommen beim Widerstand

Infos und Busse zum ESF

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Chemnitz: 0371 / 521 61 04, Thomas
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Heidelberg: 0177 / 400 87 90, Heinrich
Köln / Bonn: 02222 / 93 45 91, Thomas

Stimmen aus Paris

"Wir Gewerkschafter sind in unserer täglichen Arbeit von der Globalisierung betroffen. In den großen Streiks in diesem Jahr gegen die Rentenreform war es klar für uns, wie eng die Angriffe mit der globalen Dynamik der Finanzmärkte und des Kapitalismus zusammenhängen. Arbeiter müssen in der ersten Reihe stehen, wenn es darum geht, die neoliberale Offensive zurückzuschlagen. Deshalb sind hier in Frankreich, aber auch in anderen Ländern, die Gewerkschaften beteiligt an der Vorbereitung und Gestaltung des ESF."
Pierre Khalfa, Gewerkschaft SUD

"Seit dem 11. September gibt es viele Veränderungen in der Sicherheitspolitik, unter denen die Migranten in den Vorstädten – z.B. durch Polizeikontrollen – besonders zu leiden haben. Zudem gibt es in den Medien eine starke Hetze gegen Muslime und Araber. Die Vorstädte werden als "barbarisch" dargestellt. Viele Einwanderergruppen und Menschen aus den Vorstädten beteiligen sich am ESF. Unser Ziel ist es, sichtbar zu werden. Denn wir haben etwas beizutragen zu allen politischen Themen, die auf dem ESF diskutiert werden. Zudem hoffen wir, dass durch die Erfahrung mit der internationalen Bewegung unsere Arbeit vor Ort gestärkt wird."
Ommaya Seddik, Bewegung der Migranten und der Vorstädte (Banlieus)

"Unsere Regierung ist momentan schwach, weil wir stark sind. Sie haben Angst; dass die Situation explodiert. Die Klassenkämpfe der letzten Monate haben viele Menschen ermutigt. Zugleich wurde die radikale Linke gestärkt. Vor diesem Hintergrund versucht die Rechte immer wieder, die Bewegung durch Rassismus zu spalten, indem sie vor allem die Muslime angreift. Ein starkes ESF mit einer großen Demonstration kann einen Teil dazu beitragen, unserer Regierung das Rückgrat zu brechen." Antoine Boulangé, Agir contre la guerre (Anti-Kriegsbündnis)
In sechs Wochen beginnt in Paris das zweite Europäische Sozialforum (ESF). Das ESF ist das Gipfeltreffen der europäischen Bewegungen gegen Neoliberalismus, Krieg und Rassismus. Mehrere zehntausend Besucher aus Frankreich, Europa und der ganzen Welt werden erwartet.
Frankreich ist ein passendes Gastland. Hier haben in den letzten Monaten die meisten sozialen Kämpfe innerhalb Europas stattgefunden.
Viele Franzosen waren Teil der Antikriegsbewegung, und während der großen Streiks gegen Sozialabbau im Frühjahr waren am 13. Mai 8 Millionen Menschen auf der Straße. Die Regierung ist durch die Bewegungen derart unter Druck geraten, dass sie die für den Herbst geplante Gesundheitsreform verschoben hat.
Im August trafen sich 200.000 Menschen im südfranzösischen Larzac, um gegen die Welthandelsorganisation (WTO) zu demonstrieren und den Bauernführer José Bové zu feiern, der aus dem Gefängnis entlassen wurde.
José Bové wird auf dem ESF sprechen. Andere spannende Redner werden führende Köpfe der antikapitalistischen Bewegung wie Susan George und Toni Negri sein, wie die europäische Vorbereitungsversammlung am 29./30. September in Paris beschlossen hat.
Vertreter der Antikriegsbewegung aus ganz Europa, dem Irak und Palästina werden unter anderem über den permanenten globalen Krieg und den weiteren Widerstand dagegen sprechen.
Viel Inspiration wird es von den französischen Gewerkschaftern geben. Mit ihnen werden auch Gewerkschafter aus Deutschland wie zum Beispiel der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske über den Kampf gegen Privatisierungen und für den öffentlichen Dienst diskutieren.
Es wird viel Raum für Erfahrungsaustausch und Diskussion mit Aktivisten aus ganz Europa geben. "Das ESF wird sehr geprägt sein von den Menschen, die in den sozialen Bewegungen der letzten Monate aktiv waren. Viele von ihnen sind in die Vorbereitungen involviert", erzählt Antoine Boulangé, der im Vorbereitungskomitee für das ESF mitarbeitet.
Das ESF beginnt am 12. November mit einer Versammlung für die Rechte der Frauen. Es endet am 15. November mit einer Großdemo gegen Neoliberalismus und Krieg – für eine andere Welt. Auf einer Versammlung der sozialen Bewegungen am 16. November soll ein europäischer Aktionstag gegen Sozialabbau beschlossen werden – nach dem Vorbild des 15. Februar, an dem weltweit Millionen gegen den Krieg protestierten. Dieser Aktionstag war von der letzten Versammlung der sozialen Bewegungen nach dem ersten ESF in Florenz im letzten Herbst beschlossen worden.

Linksruck Nr. 162, 1. Oktober 2003

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