Abbruch Ost:

Unser Standpunkt: Für eine neue Wende

Fünfzehn Jahre nach der friedlichen Revolution gehen wieder zehntausende Menschen auf die Straße. Diesmal gegen Kanzler Schröders Sozialabbau. Auch heute rufen sie: „Wir sind das Volk“, um an die Wende 89 anzuknüpfen. Tatsächlich brauchen wir eine neue Wende.
Wir brauchen eine Wende, weg vom Sozialabbau der Regierung. Wir brauchen eine menschenwürdige Altenpflege, Kindergärten, Ganztagsschulen und Krankenhäuser. Das würde Arbeitsplätze schaffen – im Gegensatz zu Hartz IV.
Das Geld dafür ist da. Seit Jahren macht die Regierung die Reichen reicher. Die Steuergeschenke haben das private Vermögen und die Unternehmensgewinne auf Rekordhöhen gesteigert.
Die Alternative zum Kürzen heißt Umverteilen. Doch alle Parteien weigern sich, die Profite der Unternehmen und die Vermögen der Reichen anzugreifen. Darum brauchen wir eine Wende zu einer anderen Gesellschaft. Es muss eine Gesellschaft sein, in der die Menschen entscheiden, nicht die Herrscher der Konzerne.
Vor 15 Jahren haben die Ostdeutschen Geschichte geschrieben. Sie haben ein undemokratisches Gesellschaftssystem gestürzt und die Herrschenden zum Teufel gejagt. Es wird Zeit, weiterzumachen, wo wir damals aufgehört haben.

von Jan Maas (E-Mail)




Linksruck Nr. 183, 1. Januar 1970





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