Erste Bundesdelegiertenkonferenz der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit:

Viele Stimmen für eine linke Partei

Die Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit hat auf ihrer Bundesdelegiertenkonferenz am 20. und 21. November beschlossen, eine neue Partei links von der SPD zu gründen.

„Wir brauchen Mitglieder, Mitglieder und noch mal Mitglieder“, sagte Thomas Händel vom Bundesvorstand. Denn die Wahlalternative muss jede Frau und jeden Mann für ihre Infostände gewinnen, um bei den Wahlen in Nordrhein-Westfalen Erfolg zu haben. Allein mit schönen Broschüren wird die Partei keine Chance haben.

Anschließend haben die Delegierten die Urabstimmung zu Gründung einer neuen Partei links von der SPD beschlossen. Viele Delegierte forderten, die Parteigründung möglichst schnell durchzuführen.

Im Mai wird in Nordrhein-Westfalen der Landtag gewählt. „Es wäre unterlassene Hilfeleistung, wenn wir den Menschen in Nordrhein-Westfalen nicht beistehen und eine alternative Politik anbieten“, sagte Peter Jaszyk vom Landesvorstand der Wahlalternative Nordrhein-Westfalen. Die Delegierten waren sich einig, dass die gesamte Organisation daran arbeiten muss, dass bereits im Mai eine neue politische Kraft „eine Vision einer gerechten Gesellschaft zeichnet.“

„Wenn es Probleme gibt in unserer Gesellschaft, dann wegen enormen Subventionen für privaten Reichtum“, erzählte Detlef Hensche, ehemaliger Vorsitzender der Gewerkschaft IG Medien, in seinem Einleitungsbeitrag. „Wir brauchen wieder den Blick von unten auf die Gesellschaft – auf Migranten und Sozialhilfeempfänger. Es gehört zum aufrechten Gang, nicht arbeitslos zu sein. Gewerkschaften haben für diese Rechte lange gekämpft.“

Einige Fragen waren umstritten, zum Beispiel ob sich die Wahlalternative künftig „Neue Linkspartei“ nennen, oder eine Volkspartei für soziale Gerechtigkeit sein soll. Wolfgang Zimmermann aus Nordrhein-Westfalen lobte die offene Diskussion: „Es ist wichtig, dass eine Partei eine Vielfalt von Meinungen in sich hat.“

Die Delegierten waren sich einig, dass die Wahlalternative an der Seite der Menschen stehen muss, auch denen im Irak. Die Versammlung unterstützte einen Aufruf der Antikriegsbewegung gegen die US-Besatzung des Irak und gegen die Eroberung Falludschas durch die US-Armee.
Allen Delegierten war klar: „Wenn wir nichts bewegen, dann bewegt sich gar nichts“, wie es Karl-Heinz Fahrenhardt aus Niedersachsen ausgedrückt hat.

Mit der Konferenz hat die Wahlalternative einen wichtigen Schritt gemacht, um für eine solidarische und gerechte Gesellschaft zu kämpfen. Die Mitglieder in Nordrhein-Westfalen haben den Wahlkampf schon begonnen, jetzt können die anderen in ganz Deutschland mithelfen.

von Monika Krala (E-Mail)




Linksruck Nr. 189, 1. Januar 1970





Dieser Artikel kommt von Linksruck
http://www.linksruck.de