Bush kommt!

Auf die Straße: Demo am 23. Februar in Mainz:

Ende Februar kommt US-Präsident Bush nach Deutschland. Am 23. wird er sich in Mainz mit Kanzler Schröder treffen. Truppenbesuche auf US-Stützpunkten in Ramstein oder Wiesbaden-Erbenheim sind in Planung. Schröder hat angekündigt, dass er daran „gern teilnehme“.

Kriegsgegner aus ganz Deutschland organisieren eine Großdemo. Von Ramstein aus wird der Nachschub für die Besatzungstruppen in den Irak geflogen. Krieg und Besatzung im Irak haben 100.000 bis 200.000 Menschen getötet.

In Wiesbaden-Erbenheim ist die 205. Brigade des US-Militärgeheimdienstes stationiert, welche die Folterungen im irakischen Gefängnis Abu Ghraib angewiesen hat.

Ermittler stellten fest, dass „die Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes von den Wärtern ausdrücklich verlangten, bei den Inhaftierten die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Verhör zu schaffen.“

Ihre Anweisungen lauteten: „Kocht die Typen für uns weich. Sorgt dafür, dass sie eine schlechte Nacht haben und die Behandlung bekommen.“

Eines ihrer Opfer war der Iraker Haider Saber Abed: „Wir mussten unsere Kleider ausziehen und uns auf den nassen Boden legen bis zum nächsten Tag. Über meinen Kopf hatten sie einen Sack gestülpt. Die Soldatin hatte so was wie einen Stock in unseren After gestoßen und uns geschlagen. Danach haben sie uns alle übereinander gestapelt. Sie pfiffen uns wie Hunde, wenn man nicht wie ein Hund bellte, wurde man in den Hintern getreten.“

Noch immer werden neue Misshandlungen von Irakern, die US-Soldaten willkürlich auf der Straße verhaften, gemeldet. Ray McGovern, ein ehemaliger Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA zur Rolle Bushs: „Bei ihm liegt die Schuld für die unmenschliche Behandlung der Iraker, die er für den Tod der 3.000 Menschen im World Trade Center verantwortlich gemacht hat. Ihm ist egal, dass es keinen Beweis für einen Zusammenhang gibt zwischen dem Irak und dem 11. September.“

Mehr Infos und eine Busbörse auf unserer Sonderseite oder telefonisch unter der Nummer 030/63 22 56 10. Dort gibt es auch Plakate und anderes für die Mobilisierung nach Mainz.


Linksruck Nr. 191, 1. Januar 1970





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