Am 8. Mai nach Berlin: Dutzende wollen mitfahren

Wie die Hamburger zur Demo gegen den Aufmarsch der NPD am 8. Mai in Berlin mobilisieren, erklärt Daniel Friedrich vom Hamburger Initiativkreis „Kein Nazi-Aufmarsch zum 60. Jahrestag“.

8.000 Müncherinnen und Münchner protestierten am 2. April gegen einen Aufmarsch von NPD und Kameradschaften

Auf der Rückfahrt vom internationalen Aktionstag gegen Sozialabbau am 19. März in Brüssel hatten einige die Idee, in Hamburg ein Bündnis gegen den Nazi-Aufmarsch am 8. Mai zu gründen.

Vor einer Woche haben wir mit Gewerkschaftern und Vertretern anderer Organisationen über den Demo-Aufruf von „Europa ohne Rassismus“ gesprochen und sie zu einem Treffen eingeladen. Acht Leute kamen: von der Vereinigung der Vertriebenen des Naziregimes, vom Vorstand der Gewerkschaften GEW und ver.di, aus dem WASG-Vorstand, von Attac und von der PDS-Jugendorganisation solid.

Wir haben den Aufruf von „Europa ohne Rassismus“ diskutiert und übernommen – lediglich ergänzt um eine Erklärung, warum jeder Hamburger gegen die Nazis demonstrieren sollte: „Ein erfolgreicher Aufmarsch der NPD am 8. Mai in Berlin würde den Nazis bundesweit Auftrieb geben. Wir rufen alle Hamburgerinnen und Hamburger auf, sich der Berliner Initiative anzuschließen und am 8. Mai zu zeigen, dass in Berlin kein Platz für Nazis ist.“

Bei dem Treffen haben wir auch beschlossen, Busse zu organisieren, eine Internetseite einzurichten, und einen Plan erstellt, weitere Unterstützer zu sammeln. Es ist fantastisch, wie schnell die Liste länger wurde! Der Durchbruch kam, als der ver.di-Vorstand den Aufruf unterzeichnet hat, dem bald darauf die Hamburger SPD gefolgt ist.

Dutzende haben sich bereits in Listen eingetragen, weil sie mit zur Demo fahren wollen. Ich hätte es selbst nicht für möglich gehalten, dass so viele Schüler, Betriebsräte und andere, die wir bei Infoständen, Veranstaltungen, und sogar bei Partys ansprechen, mit nach Berlin fahren und selbst mobilisieren wollen.

Weitere Informationen auf der Internetseite: www.hamburger-aufruf.de oder bei Daniel Friedrich: E-Mail: dan.friedrich@web.de, Telefon: 040 / 39 90 81 93




Linksruck Nr. 197, 1. Januar 1970





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