Standpunkt: Wer das Elend Afrikas beenden kann

Von Motsomi Marobeka, einem Sozialisten aus Botswana im südlichen Afrika

Die Probleme Afrikas sind das Ergebnis eines Weltsystems, das von Imperialismus und Kriegen beherrscht wird.

Patrice Lumumba, einer der Anführer der anti-kolonialen Befreiungsbewegungen in Afrika, sagte: „Eines Tages wird die Geschichte zu Wort kommen. Aber es wird nicht die Geschichte sein, die bei der UNO, in Washington, Paris oder Brüssel gelehrt wird, sondern die Geschichte, wie sie in Ländern geschrieben wird, die sich vom Kolonialismus und seinen Marionetten befreit haben. Afrika wird seine eigene Geschichte schreiben, und das wird eine Geschichte voll Ruhm und Würde sein.“

Die größte Hoffnung geben mir die Aufstände der Unterdrückten selbst, und besonders die der Arbeiterklasse.

In Zimbabwe haben Hungerrevolten und Streiks das Regime von Mugabe aufgeschreckt. In Ghana und Südafrika haben Kämpfe gegen Privatisierungen den Armen neue Hoffnung gegeben und gezeigt, dass die Bewegungen und Debatten in Europa dieselben sind, die wir auch in Afrika haben.

In Botswana haben die Diamantminenarbeiter die Regierung am stärksten mit einem Streik unter Druck gesetzt, weil dieser drohte, der Regierung 90 Prozent ihrer Einnahmen zu entziehen.

In ganz Afrika leiden viele Millionen Menschen. Die Arbeiterklasse ist die Speerspitze der Gegenbewegung, eine Kraft, die alle hinter sich einen und all jenen eine Richtung weisen kann, die unter den herrschenden Verhältnissen leiden.

Ja, eine andere Welt, frei von Hunger und Kriegen ist möglich. Die weltweite Bewegung gegen Neoliberalismus und Krieg gibt uns einen Eindruck davon, wie sie aussehen könnte.




Linksruck Nr. 205, 1. Januar 1970





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