Eine Linke für die Jugend

Janine Wissler kandidiert auf der hessischen Landesliste der Linken für das Parlament und wird auf der Auftaktveranstaltung des Kongresses sprechen

„Auf dem Kongress können sich junge Leute treffen, um zu diskutieren und sich zu vernetzen. Unter Jugendlichen gibt es ein großes Widerstandspotenzial. Das haben die Proteste gegen den Irakkrieg, die Studentenproteste gegen Studiengebühren und die vielen jungen Leute bei den Montagsdemos gegen Hartz IV sowie bei Anti-Nazi-Demos gezeigt. Bisher hat es keine Partei geschafft, den Jugendlichen eine Stimme zu geben. Die Regierungsparteien machen unsoziale Politik, die gerade junge Menschen trifft. Durch den Sozialkahlschlag leben 1,5 Millionen Kinder in Armut, viele Jugendliche bekommen keinen Ausbildungsplatz, und jetzt wollen CDU und FDP Studiengebühren einführen. Von Chancengleichheit ist da keine Spur. Nur wer Geld hat, kann sich eine gute Bildung leisten. Die Linkspartei wehrt sich gegen diese Politik. Wir sind konsequent gegen Studiengebühren, setzen uns für den Ausbau des Sozialstaats und soziale Bildungspolitik ein, damit jedes Kind die gleichen Chancen hat. Ich hoffe, dass sich viele Jugendliche am Aufbau einer neuen linken Kraft im Bundestag und auf der Straße beteiligen. So können sie sich organisieren und selbst mitbestimmen, was mit ihrer Zukunft passiert. Auch wer noch nicht wahlberechtigt ist, kann bei der Linkspartei aktiv werden, um für soziale Politik zu kämpfen und um die etablierten Parteien und Bosse unter Druck zu setzen.“


von Janine Wissler




Linksruck Nr. 207, 1. Januar 1970





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