Großbritannien: Internationale Konferenz

Mehr als 120 Vertreter des Antikriegsnetzwerks aus 28 Ländern trafen sich am 1. März in London, um ihre Strategie und internationale Proteste gegen den US-Krieg im Irak zu besprechen. Die Teilnehmer kamen von drei Kontinenten: aus Belgien, Brasilien, Costa Rica, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Israel, Italien, Kanada, Mexiko, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Südkorea, Spanien, Schweden, der Türkei, den USA und Zypern.
Eine italienische Delegierte sagte: "Von jetzt an brauchen wir permanente, tägliche Mobilisierungen gegen den Krieg." Alle waren sich einig, dass die Proteste ausgeweitet werden müssen.
Delegierte aus Griechenland und Belgien berichteten, dass ihre Gewerkschaften Streiks am 21. März planen. Die Konferenz rief dazu auf, diesen Tag zu einem internationalen Aktionstag gegen den Krieg zu machen. Gewerkschafter wurden aufgefordert, jede mögliche Aktionsart zu versuchen Betriebsversammlungen, halbstündige Streiks oder wenn möglich, längere Arbeitsniederlegungen.
Die Konferenz warnte die Kriegstreiber: Wenn sie den Irak angreifen, werden zwei gewaltige internationale Aktionstage organisiert. Ein Delegierter sagte: "An dem Tag, an dem der Krieg beginnt, muss die Welt stillstehen." In jeder Stadt sollen bei Kriegsbeginn massive Proteste stattfinden. Menschen sollen einfach alles stehen und liegen lassen und direkt zu Protesten gehen.
Am Samstag nach Beginn des Krieges sollen dann Großdemonstrationen in allen Hauptstädten, in der Tradition des 15. Februar stattfinden. Die Konferenz hat gezeigt, dass Bushs Krieg eine neue starke politische Macht hervorgebracht hat: den Protest von Millionen Menschen weltweit.


Linksruck Nr. 149, 1. Januar 1970





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