Damit die Kumpel Arbeit haben

Im Saarland haben mit 18,5 Prozent mehr als das doppelt so viele Menschen wie im Bundesdurchschnitt Linkspartei gewählt. Dazu hat vor allem die WASG beigetragen, erklärt Vorstandssprecher Markus Lein.

Die WASG zum Steinkohlebergbau

Zu unserem Wahlerfolg hat Oskar Lafontaine natürlich beigetragen, der in Saarbrücken als Direktkandidat angetreten ist. Viele Saarländer wollten nach 5 Jahren Rot-Grün und 16 Jahren Kohl endlich einen Politikwechsel.

Entscheidend war aber, dass die WASG sich auf die Seite der Arbeiter in der Montan- und Stahlindustrie und im Kohlebergbau gestellt hat, von denen im Saarland die meisten Arbeits- und Ausbildungsplätze abhängen.

Wir haben schon vor der Wahl erklärt, dass wir den Steinkohlebergbau erhalten wollen, weil Steinkohle nicht nur ein Brennstoff ist. Steinkohle ist ein multifunktionaler Rohstoff und wichtiger Grundstoff etwa für Medikamente und Kunststoffe. Damit haben wir viele Menschen überzeugt.

Anders FDP und Union. FPD-Landeschef Hartmann hat verkündet, dass eine schwarz-gelbe Regierung „unverzüglich den Geldhahn zudrehen“ und die Kohlesubventionen streichen würde. Außerdem leben im Saarland viele Schichtarbeiter, denen die Union die Steuervergünstigungen für Wochenend- und Nachtarbeit streichen will.

Bei den 60 Veranstaltungen der WASG und an unseren Infoständen auf der Straße, haben die Betroffenen und ihre Familien gesehen, dass unsere Themen ihre Themen sind.




Linksruck Nr. 208, 1. Januar 1970





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