Atom-Präsident bedroht Iran

„Die USA werden alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um ein iranisches Atomprogramm zu beantworten.“ So bedrohte der US-amerikanische UN-Botschafter Bolton am 5. März Iran.

Die USA werden im Uno-Sicherheitsrat eine Resolution einbringen, die Iran ein Ultimatum von 30 Tagen stellt. Bis dahin soll Iran sein Atomprogramm einstellen und mit Inspekteuren der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) zusammenarbeiten. Andernfalls werden dem Land „schwere diplomatische Konsequenzen“ angedroht.

Wie verlogen die angebliche Angst der US-Regierung vor Atombomben ist, bewies US-Präsident Bush am 3. März mit seinem Besuch in Indien. Obwohl das Land im Gegensatz zu Iran Atomwaffen hat, vereinbarte Bush mit der indischen Regierung, ihr Atomtechnologie, Nuklearmaterial und moderne Waffen zu liefern, darunter F-16- und F-18-Kriegsflugzeuge.

Indien befindet sich seit Jahrzehnten im Kalten Krieg mit Pakistan, das ebenfalls Atombomben hat und ebenfalls mit den USA verbündet ist. Beide Länder erlauben Kontrollen ihrer militärischen Atomanlagen nicht.

Bush behauptete: „Amerika und Indien werden das Licht der Freiheit gemeinsam in die dunkelsten Ecken unserer Erde tragen.“ Doch während er seine Phrasen drosch, schoss die indische Polizei in Lucknow in eine Anti-Bush-Demo, verletzte Dutzende Demonstranten und ermordete zwei von ihnen. Die US-Regierung schert sich nicht um Frieden oder Freiheit, sondern nur um Öl.




Linksruck Nr. 216, 1. Januar 1970





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