Die Blutspur des BND

Irak ist kein Einzelfall. Die Machenschaften des deutschen Geheimdienstes sind mörderisch.

Die Unterstützung des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND für den US-Krieg gegen Irak 2003 ist nur der Höhepunkt seiner Geschichte der Unterstützung von Massenmorden. Schon 1975 schenkte der BND der rechten Renamo-Bewegung in Mosambik Geld für Waffen und Fernmeldetechnik, um die Frelimo-Regierung zu stürzen, die mit der Sowjetunion verbündet war.

Als 1986 der Bürgerkrieg begann, beschrieb das US-Außenministerium die Methoden der Renamo: „Erschlagen, ersticken, verhungern lassen, lebendig verbrennen, ertränken, exekutieren mit Äxten und Messern“. Die meisten Opfer waren unschuldige Zivilisten.

Renamos blutige Strategie war, die Regierung durch Massaker an der Bevölkerung und Zerstörung der Infrastruktur zu schwächen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International beschuldigte Renamo der massenhaften Vergewaltigung. Die rechten Rebellen hatten tausende Kinder entführt und durch Aushungern und Gewalt zu Soldaten abgerichtet.

Mosambik zahlte den grausamen Preis dafür, dass auch Deutschland sich daran beteiligte, den Kalten Krieg auf seinem Boden auszufechten. Durch Bürgerkrieg und Hunger starben 900.000 Menschen.

Obwohl der BND angeblich die Freiheit Westeuropas verteidigte, teilte er dem Bundeskanzleramt 1990 mit, die Bürgerrechtler in der DDR „stehen einem Neubeginn im Wege. Zentrale Frage wird sein: Kann die Arbeit der Bürgerkomitees unterbunden werden?“

Im selben Jahr schmuggelte der BND illegal Waffen für die Armee des nationalistischen, rassistischen und antisemitischen kroatischen Präsidenten Tudjman. Dessen Partei HDZ arbeitete mit neonazistischen Söldnergruppen zusammen, um die Serben zu bekämpfen. Tudjman benutzte die Waffen auch, um Serben aus Kroatien zu vertreiben.

Der deutsche Geheimdienst half der rechtsextremen kroatischen Regierung derart, dass nach Aussagen des BND-Experten Schmidt-Eeenboom „die Geheimdienste des neuen kroatischen Staates Pullacher Filialen wurden“. In Pullach ist eine Zentrale des BND.

Der BND unterstützt Diktatoren, schmuggelt Waffen und bekämpft Freiheitsbewegungen. Dafür missbraucht die Regierung jedes Jahr offiziell über 400 Millionen Euro Steuergelder.


von Frank Eßers (E-Mail)




Linksruck Nr. 216, 1. Januar 1970





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