Sie schlagen Jürgen Peters und meinen die sozialen Gerechtigkeit

Presse, Politiker und Teile der IG-Metall haben eine Hetzkampagne gegen den Vize-Vorsitzenden der Gewerkschaft Jürgen Peters entfacht.
Bei dieser Kampagne geht es um mehr als die Verantwortung für die Niederlage des Streiks der Ostmetaller. Peters soll aus dem Weg geräumt werden, weil er sich mehrfach für eine kämpferische Gewerkschaftspolitik ausgesprochen hat auch gegenüber einer SPD-geführten Regierung.
Damit ist er bei der Regierung in Ungnade gefallen. Otto Schily hat sich öffentlich gegen Peters als IG Metall-Vorsitzenden ausgesprochen.
Gerhard Schröder sagte, die IG Metall sollte sich künftig ein Vorbild an der Gewerkschaft IG BCE nehmen.
Die IG BCE hat seit Jahren keinen Arbeitskampf geführt. Ihr Vorsitzender Hubertus Schmoldt, ein Freund des Kanzlers, hat die Proteste gegen die Agenda 2010 kritisiert.
Schröder braucht handzahme Gewerkschaften, um ungestört den Sozialstaat abbauen zu können. Deshalb mischt er sich die Führungsstreit der IG Metall ein
Jürgen Peters steht für eine Gewerkschaft, die sich dagegen wehrt, dass die Krise auf dem Rücken der Mitglieder abgewälzt wird. Wer gegen Arbeitslosigkeit kämpfen will und verhindern möchte, dass die Krise auf dem Rücken von Arbeitern abgewälzt wird, muss sich hinter ihn stellen.
Der Streit um die Politik der IG Metall ist entscheidend im Kampf um soziale Gerechtigkeit.


Linksruck Nr. 158, 1. Januar 1970





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