Stoppen wir Schröders Sozialkahlschlag

Auf dem Europäischen Aktionstag am 2. und 3. April werden hunderttausende "Nein" zu Praxisgebühr, Kürzungen und Steuergeschenken für Reiche sagen. Linksruck sprach mit drei Aktivisten über die Mobilisierung und sagt, was ihr über die Demo wissen müsst.

Wie du nach Berlin, Köln oder Stuttgart kommst

Der Deutsche Gewerkschaftsbund stellt in ganz Deutschland Geld für die Fahrt zur Verfügung. Die Gewerkschafter fahren mit Bussen oder Sonderzügen nach Berlin, Köln oder Stuttgart, die auch für Nicht-Mitglieder offen sind. Erkundige dich im Gewerkschaftsbüro in deiner Stadt, wo du Karten bekommen kannst und wo Busse oder Züge abfahren. Adressen und Telefonnummern findest du auf der DGB-Homepage.

Außerdem informiert das Bündnis Alle gemeinsam gegen Sozialkahlschlag.

Auch sein Rücktritt als SPD-Parteichef hat Kanzler Schröder keine Ruhepause verschafft. Denn seitdem fordern umso mehr Menschen ein Ende des Sozialkahlschlags. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Sommer will eine "Politikwende". Auch viele andere Sozialdemokraten fordern einen neuen Kurs. Am 2. und 3. April haben sie und alle anderen die Gelegenheit, ihre Wut über Schröder und seine Politik für die Konzerne auf die Straße zu bringen.
Nach der Demo von 100.000 Menschen gegen Sozialabbau am 1. November in Berlin wird es im April einen weit größeren Protest geben. Ermutigt unter anderem von der Demo im letzten Jahr hat die Versammlung der sozialen Bewegungen auf dem Europäischen Sozialforum in Paris dazu aufgerufen, in ganz Europa gegen Sozialabbau und für eine Politik im Interesse der Mehrheit zu demonstrieren.
Der Europäische Gewerkschaftsbund hat auf diesen Vorschlag mit einem Aufruf zu Aktionen in jeder Stadt und jedem Betrieb am 2. April und zu Demos in den europäischen Hauptstädten am 3. April reagiert.
In Deutschland hat sich am 17. und 18. Januar eine Aktionskonferenz in Frankfurt am Main versammelt, um darüber zu beraten, wie die Bewegung gegen Sozialabbau jetzt weitergehen kann. Die 500 Teilnehmer waren sich einig, auch in Deutschland für lokale und betriebliche Aktionen am 2. April zu kämpfen und am 3. April in Berlin, Köln und Stuttgart zu demonstrieren.
Nach dem Erfolg der Demonstration im November beteiligen sich immer mehr Gewerkschaften, einzelne Gewerkschafter, Organisationen, Gruppen und Verbände an den Vorbereitungen. Die Chance wird jeden Tag größer, dass der Aktionstag am 3. April genug politische Kraft haben wird, um Schröders Sozialkahlschlag zu stoppen.
Linksruck ruft alle auf, sich am 2. April an den Aktionen in verschiedenen Städten zu beteiligen und am 3. April zu einer der drei großen Demonstrationen zu kommen. Mit dieser Posterseite kann jeder selber zum Aktionstag mobilisieren und mithelfen ihn zum Erfolg zu machen.


Linksruck Nr. 171, 1. Januar 1970





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