Der Rentenschock

Eine bittere Nachricht für alle Rentner: Nach der Nullrunde in diesem Jahr werden sie auch im nächsten Jahr mit weniger Geld dastehen.

Das ergeben interne Berechnungen der Rentenversicherungen. Ein Durchschnittsrentner mit 1.000 Euro erhält zwischen 2004 und 2006 zwar 3,80 Euro (im Westen) beziehungsweise 6,10 Euro (Osten) mehr im Monat. Weil aber die Preise schneller steigen, ist am Ende sogar weniger Geld im Portemonnaie.
Der Sozialverband VdK kritisiert, dass Rentner "durch die verschiedenen Abschläge, die höheren Pflegeversicherungsbeiträge und die Rentensteuer doppelt und dreifach zur Kasse gebeten werden". Praxisgebühr und steigende Zuzahlungen zu Medikamenten kommen noch dazu.
Rot-Grün reicht diese Abzocke aber nicht. Ab Ende März bekommen alle Rentner ihr geld erst einen tag später ausgezahlt als bisher. Künftig erfolgt die Auszahlung erst am letzten Banktag des Monats. Das kündigten die Rentenversicherungsträger vor zwei Wochen an.
Dieser Beschluss ist Teil des rot-grünen Kürzungspaketes und soll dem Bund jährliche Zinsgewinne von rund 14 Millionen Euro bringen.. Zudem plant die Regierung, bestimmte Ausbildungsjahre ab 2009 nicht mehr als rentensteigernd anzuerkennen.
Die rot-grüne Ankündigung einer Mindesrente ist Augenwischerei. Durch Schröders Reformen werden die Renten auch in den nächsten 20 Jahren drastisch sinken. So drastisch, dass die Altersarmut explodieren wird. Viele werden jahrzehntelang gearbeitet haben und trotzdem nur eine Mini-Rente erhalten, die nicht höher ist als die Sozialhilfe.
Ein heutiger Durchschnittverdiener mit 45 Beitragsjahren erhält später nur noch 880 Euro Rente. Wer nur fünf Jahre weniger arbeitet, hat maximal 780 Euro. Geringverdiener, zu denen die meisten berufstätigen Frauen gehören, erhalten nur noch eine Rente auf Sozialhilfeniveau.


Linksruck Nr. 173, 1. Januar 1970





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