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Öffentlicher Dienst:

Nullrunde? Stellenabbau? "Wir machen das nicht mit!"

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Auch bei den Wasserwerken soll Personal gestrichen werden: "Personalabbau haben sie bei uns mit verschiedenen Modellen probiert, zum Beispiel mit Vorruhestand. Aber die Abfindungen waren so niedrig, das hat kaum jemand gemacht.
Die Bereitschaft zu kämpfen ist da. Meine Dienststelle ist geschlossen hier." Das bestätigen Thomas und Klaus: "Die Bereitschaft unter den Kollegen ist groß, die Lohnforderung aktiv zu unterstützen. 100 Prozent. Wir würden alle kämpfen.
Wann waren wir denn das letzte Mal draußen und haben gestreikt? Das ist doch schon zehn Jahre her. Gebracht hat uns diese Zurückhaltung nichts. Aber es gab schon eine Menge Austritte aus der Gewerkschaft bei uns. Die Gewerkschaft muss sich echt mehr einsetzen."
Dass die Arbeiter des öffentlichen Dienstes nicht länger zahlen wollen, während die Bosse beschenkt werden, zeigt sich auch auf dem Warnstreik von rund 200 Kollegen aus Werkstätten, Küche und Reinigungsbereich der Uniklinik Freiburg am 13. Dezember. Der Gewerkschaftssekretär fordert unter lautem Beifall die Einführung einer Vermögenssteuer.
"Natürlich ist ein Streik gerechtfertigt. Irgendwann kommt es zum Knall, wenn nicht jetzt, dann in einem der nächsten Jahre, die Leute machen das nicht länger mit, dass die Reichen immer mehr kriegen und alle anderen immer weniger", bekräftigt Elektriker Harald N.
"Überall wird gestrichen. Auf den Dörfern wurden die Schulen zusammengelegt, so dass selbst die Grundschulkinder mit dem Bus ins Nachbardorf müssen. Das soll jetzt auch noch von den Eltern komplett aus eigener Tasche bezahlt werden, 27 Euro im Monat für jedes Kind! Wir sammeln überall Unterschriften und schicken sie an die zuständigen Stellen, das läuft nicht, ohne dass die unseren Widerstand mitkriegen!", sagt Dieter B.
Am 14. Dezember demonstrieren 40.000 Menschen in Berlin. Sie lehnen eine Nullrunde ab und wehren sich gegen Öffnungsklauseln in der Beamtenbesoldung. Die Länder wollen den Beamten so die Löhne senken und das Weihnachtsgeld streichen.

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Linksruck Nr. 144, 17. Dezember 2002

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