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775.000 Millionäre:

Sie sind die wahre Parallelgesellschaft

Politiker und Medien werfen Muslimen vor, eine „Parallelgesellschaft“ aufzubauen. In Wirklichkeit haben Muslime die gleichen Sorgen und Nöte wie alle anderen Menschen: Die Angst, entlassen zu werden, oder das Problem, bei steigenden Preisen und geringerem Lohn die Familie zu ernähren. Muslime und Nicht-Muslime arbeiten gemeinsam in Betrieben und kämpfen gegen Lohnkürzungen oder Hartz IV.

Doch tatsächlich gibt es eine Parallelgesellschaft: Die Reichen. Sie wohnen in bewachten Villen-Gettos und schotten sich von uns ab. Sie wollen nicht fotografiert werden und geheim halten, wie unglaublich viel Geld sie haben.

Mit anderen Menschen sprechen die Reichen kaum. Sie gehen in Restaurants und Klubs, die wir uns niemals leisten können.

Die Reichen sind die schlimmsten Verbrecher: „Der größte Teil der Polizei und sonstigen staatlichen Ordnungskräfte müsste sich auf die Kriminalität der Mächtigen, der Reichen und Einflussreichen konzentrieren“, fordert der Kriminalitäts-Experte Professor Dr. Hans See. Er ist Leiter von „Business Crime Control“, einer Organisation gegen Wirtschaftskriminalität. Professor See erklärt: „Viele Millionen kleiner Straftäter können in einem Jahr nicht den Schaden anrichten, den wenige der Großen an einem Tag verursachen.“

Sie sprechen eine Sprache, die wir nicht verstehen: Wörter wie „Operativer Gewinn“, „Shareholder value“, „Ebita“ oder „EuroStoxx“, brauchen nur Leute, die Millionen verdienen. Mit diesen Begriffen wollen sie verbergen, wie viel Profit sie machen. Sie scheffeln so viel Geld in der Stunde, wie andere in 30 Jahren verdienen. Deutschlands reichster Mann, Aldi-Besitzer Theo Albrecht, hat einen „Stundenlohn“ von 409.000 Euro. Dafür muss er keinen Finger rühren, sondern nur zusehen, wie die Angestellten seinen Gewinn erarbeiten.

Obwohl Leute wie Albrecht schon unglaublich viel Geld besitzen, sind sie in den letzten Jahren noch reicher geworden. Gleichzeitig werden immer mehr Menschen in die Armut gezwungen. Das bestätigt die Regierung in ihrem neuen Armuts- und Reichtumsbericht.

Linksruck Nr. 190, 8. Dezember 2004

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