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Rosa-Luxemburg-Tage 2005

Infos und Anmeldung

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir möchten dich herzlich zu den Rosa-Luxemburg-Tagen vom 13. bis 16. Mai in Berlin einladen. Diesen Kongress organisiert die sozialistische Organisation Linksruck, welche die Zeitung herausgibt, die du gerade liest.
Die Rosa-Luxemburg-Tage 2005 stehen unter dem Motto „Kapitalismus? Es geht auch anders“. Wir haben Gäste aus ganz Europa eingeladen, um mit ihnen und mit dir auf mehr als 60 Veranstaltungen zu diskutieren: Es geht um den Krieg im Irak, um Sozialabbau in Europa, um weltweiten Widerstand gegen Unterdrückung, um Frauenbefreiung und Religion und vieles mehr.
Bei aller Vielfalt wird es auf dem Kongress auch einen roten Faden geben: Wir sind der Meinung, dass der Kapitalismus uns keine lebenswerte Zukunft bieten kann und dass wir eine Alternative dazu brauchen.
Im Januar waren erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg über 5 Millionen Menschen ohne Arbeit. Wirtschaftsforscher erwarten für den Monat März ein neues Allzeithoch von 5,3 Millionen.
Unter Jugendlichen und unter Einwanderern ist die Arbeitslosigkeit besonders hoch. Viele von ihnen finden nicht einmal einen Ausbildungsplatz. Sie haben zu Recht Angst vor der Zukunft.
Keine der etablierten Parteien hat eine Lösung für diese Probleme. Anstatt den Menschen zu helfen, beschließen sie Gesetze, die Arbeitslose ärmer machen und Löhne drücken, um die Profite der großen Konzerne zu steigern.
Viele Menschen sind wütend, weil Politik und Wirtschaft alles den Profitinteressen dieser kleinen Minderheit unterordnen. Im letzten Herbst kam diese Wut bei den Montagsdemos zum Ausbruch. Hunderttausende haben gezeigt, dass sie den Sozialabbau nicht kampflos hinnehmen wollen.
Aber wir konnten die Bundesregierung nicht stoppen. Viele haben die Hoffnung verloren, dass das noch gelingen kann. Diese Verzweiflung ist der Nährboden für den Aufstieg der Nazis. Die NPD ist zum ersten Mal seit Ende der 1960er Jahre wieder in einem Landtag vertreten.
Sowohl die alten als auch die neuen Nazis haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie bereit sind, Menschen zu ermorden und Kriege zu führen, um andere Menschen und Länder auszurauben. Der vermeintliche Ausweg aus der Krise, den sie vorschlagen, heißt Mord und Totschlag.
Wir wollen den Menschen, die keine der etablierten Parteien mehr wählen wollen, eine bessere Alternative als die Nazis bieten. Darum arbeiten wir mit daran, eine neue Partei aufzubauen: Die Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit.
Bis jetzt vertritt keine Partei die Interessen derer, die gegen Sozialabbau und Arbeitslosigkeit sind. Das wollen wir ändern: Wir brauchen Widerstand auch in den Parlamenten.
Zugleich müssen wir uns grundsätzlich Gedanken darüber machen, ob wir weiter in einer Gesellschaft leben wollen, in der Profite wichtiger sind als Menschen.
Wir denken, dass wir eine grundsätzlich andere Gesellschaft brauchen: Eine Gesellschaft, in der die Wirtschaft für die Menschen da ist und nicht die Menschen für die Wirtschaft. Eine Gesellschaft, in der die Mehrheit der Menschen selbst entscheidet, wie sie leben und arbeiten will.
Ein Blick in andere Länder oder auf andere Kontinente bestätigt uns in dieser Überzeugung. Die US-Regierung hat den Irak angegriffen, um den erdölreichen Nahen Osten unter Kontrolle zu bringen. Doch der Plan scheitert, weil die Menschen im Irak sich gegen Besatzung und Unterdrückung wehren. Jetzt droht Bush mit neuen Kriegen gegen Syrien und den Iran.
Doch auch wo kein Krieg geführt wird, werden viele Menschen getötet: Jedes Jahr sterben 10 Millionen Kinder an Krankheiten, die durch Armut verursacht werden, während die armen Länder Milliarden an Zinsen an Banken in den reichen Ländern zahlen.
In den letzten Jahren haben sich weltweit Millionen gegen diesen Wahnsinn gewehrt. Es gab Aufstände in Bolivien, Argentinien und Ecuador; Massenproteste gegen Krieg und Sozialabbau in allen Teilen der Welt. Neue politische Kräfte entstehen und fordern die herrschenden Parteien heraus.
Auf den Rosa-Luxemburg Tagen wollen wir den Dingen auf den Grund gehen und darüber reden, wie es anders gehen kann.
Komm vorbei, stelle Fragen, such mit uns nach Antworten und triff Dich mit anderen Aktivistinnen und Aktivisten. Wir freuen uns auf Dich – und auf jede und jeden, den Du noch mitbringst.

Deine Linksruck-Redaktion

Linksruck Nr. 195, 16. März 2005

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