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Kolumne: Wir in der WASG:

Studenten und Arbeiter Schulter an Schulter

Liebe Linksruck-Leserin, lieber Leser,

wenn du uns und anderen Lesern erklären willst, warum die WASG deine (neue) politische Heimat ist, freuen wir uns über deine E-Mail an redaktion@linksruck.de oder deinen Anruf: 030/63 22 56 40

Ich bin 26 Jahre alt und studiere Politikwissenschaft an der Marburger Universität. Im Sommer letzten Jahres bin ich der WASG beigetreten. Letztes Jahr habe ich mit einer Marburger Gruppe von PDS-nahen bis hin zu linksradikalen Studierenden, die sich eine neue Linkspartei wünschten, am Gründungskongress teilgenommen.

Davor habe ich gegen Studienkonten an hessischen Universitäten gekämpft. Die Landesregierung hat die Konten trotzdem eingeführt. Uns fehlte eine Alternative zur neoliberalen Politik aller Parteien. Mit der WASG haben wir jetzt die Chance, eine neue linke Partei aufzubauen. Ich bin der WASG beigetreten, weil ich hier das Ziel einer anderen Gesellschaft mit konkreter Politik verbinden kann.

Wir sind in der WASG Marburg nicht mehr nur Studierende, sondern konnten auch viele Arbeiter für die neue Linkspartei begeistern. Wir haben während des Streiks bei Opel Bochum im Oktober 2004 Veranstaltungen organisiert und mit Opelanern über ihren Streik und die mögliche Rolle der WASG dabei gesprochen.

Als KarstadtQuelle seine Verluste veröffentlichte und Filialen schloss, haben wir auf unseren Veranstaltungen mit Angestellten über ihre Probleme gesprochen. Wir versuchen, die WASG in Marburg bekannt zu machen und über die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und weitergehende Politik zu reden. Für viele Arbeiter wird dadurch die weltweite Politik verständlich.

Zurzeit will Ministerpräsident Koch die hessischen Unikliniken privatisieren. Wir arbeiten im Bündnis gegen die Privatisierungen. Auf Veranstaltungen sprechen wir über die Privatisierung der Krankenhäuser, des gesamten Gesundheitssystems und anderer öffentlicher Dienstleistungen. Dadurch können wir zeigen, dass Regierungen auf der ganzen Welt privatisieren und wir eine internationale Antwort geben müssen.

In Deutschland gab es bisher keine linke Alternative zu den Parteien. Die PDS setzt neoliberale Politik durch, sobald sie in Regierungen ist, und enttäuscht damit ihre Wähler. Die Grünen sind in den 70er Jahren in Westdeutschland aus der Außerparlamentarischen Opposition hervorgegangen. Heute wollen sie die Wirtschaft besser vertreten als die FDP.

In der WASG kommen Gewerkschafter mit Globalisierungskritikern und Antikapitalisten zusammen. Ich sehe meine Aufgabe darin, Ideen linker Bewegung in die WASG zu tragen.

Die neue Linkspartei kann für viele interessant und eine Alternative zu den anderen Parteien werden, wenn sie möglichst vielen die Chance gibt, politisch aktiv zu werden. Deshalb sollte man der WASG auch beitreten können, wenn man noch Mitglied einer anderen Partei oder Organisation ist. Außerdem müssen wir mehr Frauen und Ausländern die Möglichkeit geben, die Politik zu verändern und der globalisierungskritischen Bewegung Raum bieten.

Linksruck Nr. 199, 11. Mai 2005

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