Notfalls die Regierung stürzen

100.000 Gewerkschafter gingen am 24. Mai in 14 Städten gegen die "Agenda 2010" auf die Straße. Linksruck sprach mit Demonstranten in Hamburg.3.500 Menschen demonstrierten am bundesweiten Aktionstag der Gewerkschaften am 24. Mai in Hamburg. Den von Schröder geplanten Sozialabbau kritisierten die Demonstranten scharf, aber auch die Gewerkschaften kommen unter Druck. Ulrike M. sagte gegenüber Linksruck: "Das, was die Gewerkschaften machen, reicht definitiv nicht. Es sollte mehr Öffentlichkeitsarbeit gemacht werden. Die Demonstrationen sollten auch in Zeitungen angekündigt werden.
Wenn alles nichts hilft, muss man notfalls die Regierung stürzen. Man kann nicht Schröder unterstützen, nur weil er das angeblich kleinere Übel ist. Auch jemand von der SPD darf nicht solch einen Sozialabbau betreiben. Das Geld ist ja da, es müsste nur gerecht verteilt werden."
Auch Jürgen B. von der IG BAU meinte: "Was die Gewerkschaften machen, reicht nicht aus. Die Agenda kann nicht mit kleinen Demonstrationen gestoppt werden, aber es ist immerhin ein Anfang. Mit Streiks muss man die SPD unter Druck setzen, ständig nachhaken und Verhandlungen führen.
Die Regierung muss darauf hingewiesen werden, wo sie herkommt, nämlich von den Arbeitnehmern. Momentan macht die SPD CDU-Politik. Bei dieser Politik dürfen die Gewerkschaften keinen Wahlkampf der SPD mehr unterstützen."

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