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Unicef klagt an: Rot-Grün ist kinderfeindlich

Über eine Million Jungen und Mädchen in Deutschland müssen von Sozialhilfe leben: der Anteil der Minderjährigen bei Sozialhilfeempfängern ist doppelt so hoch wie der der Erwachsenen. Unicef klagt Rot-Grün in einer kürzlich veröffentlichten Erklärung an: "Der durchschnittliche Sozialhilfeempfänger in Deutschland ist acht Jahre alt und hat eine allein erziehende Mutter." Fast jeder vierte Alleinerziehende muss sich und die Kinder mit der kargen Stütze durchschlagen.
Mit der steigenden Armut, so Unicef, werden Kinder auch immer kränker. Zu den "neuen Kinderkrankheiten" gehören Ess-und Schlaf-Störungen, Allergien, Asthma und Drogensucht.
In Berlin mit seinem hohen Anteil armer Menschen können zwei Drittel aller Kinder nicht richtig sprechen und müssten gefördert werden, stellt das Kinderhilfswerk fest.
Viele arme Kinder kommen laut Auskünften von Lehrern und Beratungsstellen ohne Pausenbrot zur Schule. Sie können keine Mitschüler einladen, weil sie in viel zu kleinen Wohnungen leben müssen. Oder sie schämen sich für ihre Armut und bringen deshalb keine Freunde mit nachhause. Klassenfahrten und Eintrittskarten für Veranstaltungen sind für sie unerschwinglich. Deshalb ist Fernsehen Freizeitbeschäftigung Nr. 1.
Armut bringt die Kleinen laut Unicef auch um ihre Zukunft: "Eine Studie zeigt, dass die soziale Situation der Kinder über ihren Schulerfolg entscheidet". Wer aus einem ärmeren Elternhaus stammt, erhält schlechtere Bildung – und hat damit schlechtere Chancen einen (guten) Arbeitsplatz zu finden.
Besonders schlimm ist die Situation der rund 220.000 Kinder, die in Deutschland als Flüchtlinge leben. Sie müssen zusätzlich zur Armut in ständiger Angst vor Abschiebung leben. Unicef verlangt von der Bundesregierung, dass Minderjährige vor Abschiebung geschützt werden müssen – Rot-Grün verweigert das.

von Frank Eßers (E-Mail)

Linksruck Nr. 169, 21. Januar 2004

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