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Drittmittel - Finanzspritze für die Unis?

Schröder ist sich sicher, daß "die enge Verzahnung von Hochschule und Wirtschaft die Hochschulen leistungsfähiger macht". Dabei geht es ihm um die Ausweitung der materiellen Unterstützung für die Hochschulen in Form von Spenden aus der Industrie. Das hat katastrophale Auswirkungen:

Die Firma Nike ist einer der größten Sponsoren der Hochschulen in den USA. Jetzt drohte Nike, seine finanzielle Unterstützung zurückzuziehen, weil Studierende in autonomen Tutorien und Veranstaltungen auf dem Campus thematisierten, daß Nike in sogenannten "Sweatshops" Kinder zu Billiglöhnen beschäftige. Was sich hinter "Sweatshops" verbirgt, sind Frauen und Kinder, die in feuchten, schlecht beleuchteten und engen Kellerräumen Markenwaren für Konzerne der ersten Welt herstellen.

Dieser Vorfall ist beispielhaft. Der finanzielle Druck, den die Industrie durch Sponsoring-Programme auf die Lehre ausüben kann, wird kritischen Kräften das Leben immer schwerer machen. Durch finanzielle Abhängigkeit von der Industrie wird somit die Freiheit der Lehre systematisch ad adsurdum geführt.

Die Freiheit der Lehre kann nur garantiert werden, wenn die finanzielle Misere durch höhere Steuern bei der Industrie gelöst wird.

Linksruck Nr. 88, 24. Mai 2000

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