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Bush hat Massenvernichtungswaffen

- "Mini-Nukes", Milzbranderreger und Chemiewaffen in den Händen der US-Armee -

1983: Der heutige US-Verteidigungsminister Rumsfeld schüttelt Hussein die Hand und liefert Giftgas für den Krieg gegen den Iran
"Müll" so nennen einige UN-Mitarbeiter im Irak inzwischen die Hinweise, die US-Außenminister Powell Anfang Februar im UN-Sicherheitsrat auf den Tisch gelegt hat. Mit Bildern und Tonbandaufnahmen wollte Powell belegen, dass Saddam Hussein über Massenvernichtungswaffen verfügt.
Die UN-Inspekteure, die mit Powells Hinweisen nach diesen Waffen suchen, können nichts finden. Das berichteten UN-Mitarbeiter dem US-Fernsehsender CBS Ende Februar.
Powells Satellitenfotos sollten zeigen, dass Nuklearanlagen erweitert worden seien. Als die Inspekteure die Anlagen aufsuchten, fanden sie nichts. Auch in den Präsidentenpalästen nichts.
Irakische Wissenschaftler erklärten, dass Aluminiumröhren, die Powell verdächtig fand, nicht zum Anreichern von Uran dienen, sondern zur Herstellung von Raketen, die die UNO gestattet. Angesichts der Größe der Röhren nennen die UN-Kontrolleure diese Aussagen "wasserdicht".
Weiter meinte Powell, Hussein bedrohe seine Nachbarländer mit Raketen, die über 1.300 Kilometer weit fliegen können. Trotz seiner Hinweise fanden die Inspekteure von diesen Raketen keine Spur.
Nach wie vor bestätigen die Inspektionen im Irak das, was der US-Geheimdienst CIA schon 2001 schrieb: "Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass es Bagdad gelungen ist, seine biologischen, chemischen oder nuklearen Waffenprogramme wieder aufzunehmen."
Trotz andauernder und genauer Überwachung durch die US-Geheimdienste sind aus dem Irak keine Invasionspläne gegen ein Nachbarland bekannt. Der Diktator Saddam Hussein hat sich mit Kuwait und dem Iran, den Ländern, gegen die er Krieg geführt hat, ausgesöhnt.
Nur ein Staat auf der Welt hat eine Liste mit 40 Ländern aufgestellt, die er militärisch angreifen will: Die USA.
Die US-Regierung bedroht auch Nachbarländer des Irak: Iran und Syrien.
Im September 2000 schrieb eine Gruppe von US-Politikern mit dem Namen "Projekt für ein neues amerikanische Jahrhundert" in einem Aufsatz: "Wenn Saddam von der Bildfläche verschwunden ist, stellt der Iran eine genauso große Bedrohung für US-Interessen dar wie der Irak." Der Gruppe gehören unter anderem Vize-Präsident Cheney, Verteidigungsminister Rumsfeld und dessen Stellvertreter Wolfowitz an.
Mitautor Thomas Donnelly hatte zuvor ein Buch über die US-Invasion in Panama 1989 verfasst, das "Operation Gerechte Sache" heißt. Die US-Armee ermordete in Panama in kurzer Zeit 5.000 Menschen. Sein Buch wurde US-Militärschulen als hervorragende Studie moderner Kriegsführung empfohlen.
Die US-Armee ist die modernste Massenvernichtungswaffe der Welt.
Der Rüstungshaushalt der USA ist 250 Mal so groß wie der des Irak. Bushs globaler Krieg bedroht Millionen von Menschen im Irak, im ganzen Nahen Osten und allen Ländern auf Cheneys Liste.
Das Flüchtlingshilfswerk der UNO rechnet damit, dass der Krieg 1,5 Millionen Iraker zur Flucht zwingen würde. Ein Drittel aller irakischen Kinder wäre vom Tod durch Unterernährung bedroht. Die Ärzteorganisation IPPNW rechnet mit zehntausenden, wenn nicht sogar hunderttausenden von Toten.
Bushs Nukleardoktrin von Anfang 2002 sieht die Möglichkeit vor, weltweit Atombomben einzusetzen, wenn "unvorhergesehene Entwicklungen" eintreten. Die US-Regierung verfügt insgesamt über 10.600 Atomsprengköpfe, die sie auf Knopfdruck einsetzen kann. Der Bush-Doktrin folgte außerdem der Auftrag der US-Regierung zur Entwicklung neuer Atombomben, sogenannter "Mini-Nukes", die kleinere Ziele zerstören sollen. Dem Irak hat Bush den Einsatz von Atombomben ausdrücklich angedroht.
Bei der geplanten Invasion stützt sich die US-Armee auch auf AH-64-Kampfhubschrauber. Diese Mordmaschinen verfeuern unter anderem radioaktive Urangeschosse. Der deutsche Arzt Prof. Dr. Günther bezeichnet die Uranmunition als "neue Massenvernichtungstechnologie".
Etwa 320 Tonnen Uranmunition wurden im US-Krieg 1991 gegen den Irak eingesetzt. Seitdem erkranken immer mehr Menschen im Irak an Krebs. Die Kindersterblichkeit ist gestiegen, und immer mehr Babys werden tot oder mit Missbildungen geboren.
Im Krankenhaus von Basra sind zum Beispiel im Jahr 2000 60 Kinder wegen Leukämie behandelt worden. Bis 1993 waren es jährlich 15. Wegen der UN-Sanktionen kann nur jedem fünften Kind geholfen werden, während in Ländern, wo Medikamente ausreichend zur Verfügung stehen, 95 Prozent der Leukämiekranken überleben.
Missbildungen und Krebsfälle häufen sich auch unter den Kindern der US-Soldaten. Von den knapp 700.000 im Golfkrieg eingesetzten US-Soldaten sind mittlerweile 180.000 am "Golfkriegssyndrom" erkrankt, von ihnen sind 9.000 gestorben.
Im September 2001 ließ die US-Regierung eine internationale Konferenz zur Einschränkung von Biowaffen scheitern. Die US-Delegation lehnte es ab, amerikanische Waffenfabriken inspizieren zu lassen.
Die US-Regierung stellt biologische Massenvernichtungswaffen her. Die Milzbrand-Erreger, die 2001 in den USA Angst und Schrecken verbreiteten, stammten aus amerikanischen Labors. Der Biowaffengegner Jan van Aken sagte, dass bei den Anschlägen eine "nur in US-Labors bekannte Rezeptur" verwendet wurde.
Auch chemische Waffen droht die US-Regierung in ihrem globalen Krieg einzusetzen. So genannte nicht tödliche Kampfstoffe sollen irakische Soldaten kampfunfähig machen. Wie mörderisch solche Giftgase sind, zeigte sich im letzten Herbst, als Russlands Präsident Putin sie bei der Moskauer Geiselnahme einsetzen ließ. 129 Menschen starben.
Trotz weltweiter Proteste hält die US-Regierung an ihrem globalen Kriegskurs fest Millionen auf der ganzen Welt droht der Tod durch US-Massenvernichtungswaffen.

von Jan Maas (E-Mail)

Linksruck Nr. 148, 25. Februar 2003

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